Es gibt in Berlin eine veritable Auswahl an exzellenten Burgerrestaurants, die mit Burger King oder MacDonalds so gar nichts gemein haben. Um dem geneigten Freund der uramerikanisch belegten Brötchen einen kleinen Überblick zu verschaffen, hier unsere persönliche Best-of-Burger-Liste:
Burgermeister
Den Burgermeister habe ich dank meiner Kollegen vor etwa einem halben Jahr kennengelernt. Der kultige Laden ist direkt unter den Gleisen der U-Bahn Station “Schlesisches Tor” zu finden und war vor langer Zeit einmal ein Toillettenhäuschen. Im Winter sind Plexiglasstellwände und Heizpilze aufgebaut um seinen Burger gleich vor Ort genießen zu können. Das Ganze ist direkt an einer Kreuzung, wer sich unbedingt zum Futtern eines Burgers hinsetzen möchte und ein lauschiges Ambiente erwartet, ist hier falsch. Dafür gibt es allerdings zum Ausgleich ein sehr authentisches Berliner Kreuzberger Straßenflair.
Der Burgermeister bietet Burger à la Carte, dazu gibt es leckere Pommes die auf Wunsch mit Käse und Jalapenos überbacken werden. Hier möchte ich ganz besonders den “Chili Cheeseburger” empfehlen, für mich bisher der Beste seiner Art in Berlin. Auch der “Meister aller Klassen” soll dem allgemeinen Vernehmen nach verdammt lecker sein.
- Buns sind vermutlich “Standardbuns”. Kurz knusprig angeröstet und gut.
- Burger sind frisch und selbstgemacht. Kollegen hatten schonmal Pech und die Paddies waren alle. Gebraten wird alles auf einer großen Grillplatte.
- Pommes sind kross und lecker und vor allem in den überbackenen Varianten extrem sättigend und kalorienlastig.
- Saucen: Ketchup scheint selbstgemacht zu sein, der Rest eher nicht.
Wertung
- Atmosphäre: 3 von 5 (Zum Burgeressen OK. Witzige Location aber laut und umgebungbsbedingt etwas “dirty”. Küche ist hygienisch vollkommen in Ordnung, aber an einer typischen Berliner Straße ist es naturgemäß halt mal nicht steril. )
- Christians Burgermeisterwertung : 4 von 5 Punkten.
- Keine Ela-Wertung, weil noch nicht getestet.
Burgeramt
Mitten im hippen Simon-Dach-Kiez in Friedrichshain, direkt am Boxhagener Platz, befindet sich das Burgeramt. Diesen Laden wollten wir schon eine ganze Weile besuchen. Das erste mal waren wir wohl im Juni 2012 dort. Das “alte” Burgeramt ist unverändert eine kleine Bude mit wenigen Sitzen – schnell rein, Burger mitnehmen und futtern. Zwei Häuser weiter gibts das dann auch als kleines Burgerrestaurant mit reichlich kleinen und großen Tischen. Die urige Burgerbude ist gut besucht und wenn man Pech hat, muss man auch mal ein Weilchen warten, bis ein kleiner Tisch frei wird. Wenn man Glück hat geht es “normal flott” und bekommt in 15 Minuten einen sehr amtlichen Burger. Wenn man Pech hat und der “Sachbearbeiter” gerade Stress hat, kann es leider auch schon mal bis zu 60 Minuten dauern bis man endlich seinen Burger genießen darf. Beim Burgeramt gibts Burger à la Carte, die auch getunt werden dürfen.
- Buns, hier gibt es beides, Standard Buns, als auch Buns die extra für das Burgeramt gebacken werden.
- Paddies sind selbstgemacht und werden gegrillt. Wenn man den richtigen Tisch erwischt darf man den Burgerbratern zuschauen und die Flammen bewundern.
- Veggiepaddies sind selbstgemacht und werden gebraten. Alternativ gibt es auch Halloumi Burger.
- Pommes sind TK Ware, aber gut fritiert.
- Saucen sind nicht selbstgemacht, am Tisch steht Ketchup, Majo und Tabasco soviel man mag.
- Zum Menu gibts “Coleslaw” mit Cashewkernen und Rosinen.
Wertung
- Atmosphäre : 3,5 von 5 (Witziger Style mit Postern an der Decke. Die Videoprojektionen sind teilweise sehr seltsam und die Musik ist oft nen Ticken zu laut.)
- Christians Wertungen fürs Burgeramt, wenns flott geht : 4 Punkte von 5 Punkte, nach einer Stunde warten : 2,5 von 5 Punkten.
- Ela’s vegetarische Wertung: 4,5 von 5 Punkten
Fräulein Burger
Vor kurzem waren wir das erste mal bei “Fräulein Burger” in Mitte. Direkt am Kopps Platz 1 befindet sich seit Dezember 2012 das neue Burgerrestaurant. Irgendwie ein “typische” Berliner Laden, der sowohl Sitzfläche im Keller als auch in der Halbparterre bietet. Die beiden Mädels hinter dem Tresen hatten beide geknotete Kopftücher im 50′s Design, der Koch hatte eine normale Montur an. Der Laden an sich war nicht überfüllt, aber gut besucht. Hier gibt es alles in Bioqualität. Beim Preis macht sich das zwar etwas bemerkbar, aber es ist leider immer ein paar Cent teurer, frische Ware in Bioqualität zu verarbeiten.
- Die Paddies waren aus Biofleisch selbstgemacht und nicht tiefgefroren. Die einzige Burgerbude in der ich bisher gefragt wurde ob ich meinen Burger “medium” oder “durch” möchte. Tolle Sache
- Die Veggiepaddies sind auch selbstgemacht. Laut Ela waren sie absolut delikat und gebraten. Die Konsistenz zu Hackburgern muss der Erinnerung meiner Frau verdammt ähnlich gewesen sein, da sie erst zweimal schauen musste, ob sie auch wirkich den Gemüseburger hatte.
- Die Buns sind extra für Fräulein Burger gebacken. Es gibt Weizenbuns oder Dinkelbuns zur Auswahl (mit viel Sesam, lecker!).
- Pommes, hier gibt es “belgische Pommes” mit dünner Haut, was das ganze etwas “herzhafter” gemacht hat.
- Saucen: Ketchup und Mayo waren ganz sicher selbst gemacht und verdammt lecker.
Wertung
- Atmosphäre : 4 von 5 (Interieur hübsch, neu und sauber. Der Style ist konsequent durchgezogen, die Stühle und Sitzbänke können noch gerne etwas bequemer gepolstert sein.
- Christians Wertung des Fräulein Burgers : 4 von 5 Punkten. (Eine Aufwertung wird evtl das nächste Mal folgen. Durch meine Erkältung fand ich vermutlich den Burger an sich etwas “fade” bzw. hätten die sehr leckeren Saucen gerne einen Tick intensiver gewürzt sein dürfen.)
- Elas Wertung des Fräulein Vege Burgers : 5 von 5 Punkten
Marienburger
Den Marienburger haben wir in etwa zur gleichen Zeit wie das Burgeramt kennengelernt. Hier handelt es sich um einen kleinen Laden mit ca 10 Sitzplätzen im Inneren. Im Sommer gibts auch draussen ca. drei Biergarnituren mit Sitzbänken. Im Marienburger waren die Saucen sehr lecker und bis auf die Mayo selbstgemacht. Es macht Spaß wenn man bestellt hat durch die Eingangstür oder dem “Schaufenster” dem Treiben in diesem Teil der Marienburger Straße zuzuschauen. Hier gibt es Burger à la Carte die auch getweakt werden können.
- Die Buns sind nicht selbstgebacken und hätten gern etwas stärker getoastet sein dürfen.
- Die Fleischpaddies sollen selbstgemacht sein und waren für mich bisher immer “perfekt” gegrillt. Saftig durchgebraten und nicht trocken. Omnomnom.
- Die Gemüsepaddies waren nicht selbstgemacht und fritiert.
- Die Frittern waren gut, Ketchup und Mayo gibts am Platz.
Wertung
- Atmosphäre : 3 von 5 (Zum Burgeressen OK. Nichts wo man länger bleiben mag als es braucht, um den Burger zu futtern, da extrem eng und einfach keine wirklich bequeme Sitzmöglichkeit)
- Christians Wertung des Marienburgers : 4 von 5 Punkten
- Elas Wertung des vegetarischen Gemüse Marienburgers : 4 von 5 Punkten
Burger Dream
Als ich vor etwas mehr als einem Jahr in Berlin ankam, war dies der erste Burgerladen mit dem ich zu tun hatte. Der Burger Dream in der Danziger Straße am Prenzlauer Berg wurde gern von mir und Kollegen in der Mittagspause heimgesucht. Das Motto des Ladens “Iss ihn so wie er Dir schmeckt” ist Programm. Ich vergleiche den Laden gern mit dem Konzept der “Subways” Ladenkette. Es gibt ein Grundgerüst, und kann sich aus verschiedenen Burgersaucen und anderen Zutaten (Jalapenos, Rucola) seinen eigenen “Dream Burger” zusammenstellen.
- Normal- und Neuland-Fleischpaddies sind tiefgefroren und sollen selbstgemacht sein. Gebraten wird von oben und unten gleichzeitig auf Metalplatten.
- Gemüsepaddies sind defintiv nicht selbstgemacht und werden frittiert.
- Die Pommes sind immer gut und auf den Punkt. Zu den Pommes gibts Ketchup und Mayo. Fünf verschiedene Sorten Pommes zur Auswahl.
- Saucen: große Auswahl, aber nichts selbstgemachtes.
Wertung
- Atmosphäre : 3,5 von 5 (Konzept ist angelehnt an ein American Diner, aber wurde nicht konsequent durchgezogen. Dafür gibts bequeme Sitzmöglichkeiten.)
- Christians Wertung für den DreamBurger : 3,5 von 5 Punkten
- Elas Wertung für den Veggie DreamBurger : 3 von 5 Punkten