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Ausgelesenes

  

Nach den vielen Musiker-Biographien und einigen Pratchetts, habe ich letzte diese Woche zwei thematisch ganz andere Büchern ausgelesen.

Relativ lang habe ich Das Amerikanische Hospital von Michael Kleeberg gelesen. Der Anfang fiel mir etwas schwer, ich hatte wirklich Probleme in die ungewöhnliche Erzählweise zu finden. Aber die Geschichte selbst war sehr spannend, weil sie so dicht an den beiden Hauptcharakteren dran ist. Der größte Teil des Romanes handelt nur von zwei Menschen. Einem US-Offizier der traumatisiert aus dem Irak zurückgekehrt ist und sich in dem besagten Hospital für eine psychiatrische Behandlung befindet und einer dreißigjährigen Innenarchitektin, die dort eine InVitro-Behandlung beginnt um endlich ein Kind mit ihrem Mann zu bekommen.

Diese beiden Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, lernen sich in dem Hospital kennen und im Laufe der Jahre entwickelt sich eine Freundschaft. Die beiden helfen sich gegenseitig mehr bei ihrer Entwicklung im Laufe der Zeit, als sie vermutlich selbst ahnen. Ich kann das Buch kaum beschreiben, ich würde sagen: emotional, frei vom üblichen “Mann-trifft-verheiratete-Frau-Wirrungen-Schema”, einfach menschlich. Die Story selbst ist im Grundsatz so einfach, das sie durchaus jedem passieren könnte, auch wenn das Setting des traumatisierten Kriegsheimkehrers und der kinderlosen Innenarchitektin ungewöhnlich ist; ich bin fest davon überzeugt dass man durch seine eigenen Handlungen und Äußerungen im täglichen Leben viele Menschen beeinflusst.

 

Das zweite Buch war eine typische “muss mal wieder sein” Auswahl. Sicherlich dutzende Male gelesen seitdem ich es habe (ca. 15 Jahre) und immer wieder heißgeliebt, von Eric Malpass: Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung. Leider habe ich noch nie die Verfilmung gesehen, aber irgendwie kommen die selten ans Buch ran. Irgendwie ist das auch ein sehr menschliches Buch, von wahnsinnig lustig bis zutiefst traurig und ganz optimistisch. Und alles aus der Sicht des kleinen Gaylord und seiner etwas chaotischen Familie. Lesenswert! Übrigens auch schön, vom gleichen Schriftsteller und natürlich auch wieder mit Gaylord und seiner Familie Fortinbras ist entwischt.

Aktuell liegt Endgame auf dem Nachttisch. Das Buch gehört zu einer multimedialen Reihe und ist mit dem Rätsel um einen Goldschatz verknüpft. Ich lese allerdings erstmal die Story, mal gucken ob ich dann Lust darauf bekomme zu rätseln. Es wird auch einen Film und ein Augmented-Reality-Spiel dazu geben.

Bastelstunde

  

Ich weiß, kitschiger könnte es nicht sein – aber ich habe mir Modelliermasse gekauft und wollte ausprobieren was man damit so machen kann :-)

Nach einer Stunde wurde aus einer Idee…

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ein Delfin

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Ich habe es ja schon oft genug erwähnt, Berlin ist kalt, sehr kalt, auf jeden Fall zu kalt für mich.

Aus dem Grund habe ich mir vorgenommen, mir endlich einmal anständig sitzende Kniestrümpfe zu stricken. Ich bin ja jetzt nicht so die Sockenstrickerin vom Herrn, Kniestrümpfe sind ja doch noch ein Stück länger. Zudem habe ich nicht unbedingt Waden nach Gardemaß ;-) Also stricke ich einfach frei Schnauze und notiere eifrig bei ravelry. Mal schauen wie es läuft…

Die Wolle dafür habe ich mir letzten Herbst gefärbt, zwei ursprünglich wollweiße Knäuel fest verzwirnte Sockenwolle (Merino Superwash Nylongarn 17-4) mit je 100gr / 425m vom Wollschaf:

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Die neun Pfoten!

  

Ich sichte das abendliche Fernsehprogramm (ohne Brille) und kommentiere: “Oh, Die neun Pfoten! Ist ein okkulter Thriller, hört sich ja echt schräg an.”

Ich konnte mir einen Kontrollblick zum Kater irgendwie nicht verkneifen. Kater = Pfoten = naja, das alte schräge Hirn fand da irgendwie eine Assoziation ;-)

Der beste Mann von allen korrigierte mich mit einem leichten Grinsen “Der Film heißt Die neun Pforten Schatz, Pfooorrrten!”

*Hüstel* Achso?

Der Kater schläft ungerührt weiter, ich hab die Brille aufgesetzt…

Slowhand

  

Ich habe gestern die Eric Clapton Biographie fertig gelesen – wow. Was der Mann alles an Höhen und Tiefen erlebt hat und wie er letztendlich bei sich selbst angekommen ist, ist wirklich atemberaubend (in Intensität und Geschwindigkeit).

Clapton, der seit Jahren bekennender und auch trockener Alkoholiker ist, hat mit Selbstkritik und Reflexion über seine Vergangenheit und eigene Fehler wahrlich nicht gespart. Genau das hat das Buch aber wahnsinnig sympathisch und menschlich gemacht.

Dazu noch viel interessantes über Musik- und vor allem Blues-Legenden, spannende private und musikalische Projekte, einfach alles was eine gute Musiker-Biographie ausmacht.

 

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