Ihre Sendung wurde geliefert….aber nicht bei Ihnen!

19. Juli 2010

Hin und wieder kommt es vor, das ich etwas bestelle. Da ich weiß wo ich wohne und außerdem Adressformulare korrekt ausfülle, sollte es für einen modernen Postversender theoretisch kein Problem sein die bestellte Ware ordentlich zu liefern. Nicht so DPD.
Ware bestellt, Versandnummer bekommen. Einen Tag später nachgeschaut, Ware war noch unterwegs. Wieder einen Tag später online nachgeschaut, Ware wurde geliefert. Der Name wo mein Päckchen abgegeben wurde war mir völlig unbekannt. Nicht im gleichen Haus. Die beste Frau von allen hat auf Ihrer Joggingtour die Namensschilder der Straße in der wir Wohnen durchgeschaut. Den Namen gabs in der ganzen Straße nicht.

Natürlich haben wir versucht die DPD zu erreichen, aber leider hatten die schon Feierabend.

Am nächsten Morgen ein neuer Versuch, diesmal waren wir wohl zu früh, und es war noch niemand anwesend der uns Auskunft geben konnte. Zwei Stunden später war bei der DPD dann jemand. Das Paket wurde angeblich bei einem Karosseriebauer etwa 5 km von uns entfernt abgegeben. Die Frage was wir mit dem Karosseriebauer zu tun haben, konnte uns der DPD Mitarbeiter nicht beantworten. Unnötig zu erwähnen das die Adresse auch nicht im entferntesten Ähnlichkeit mit der unseren hatte. Natürlich haben wir gleich dort angerufen, auch dort war die Person die angeblich das Paket entgegengenommen hatte unbekannt. Nochmal die DPD angerufen und mehr Druck gemacht. Sie wüssten wo das Paket ist und würden es abholen gehen. Wir würden das Paket am darauf folgenden Tag bekommen. Abends klingelt es bei uns, der nette DPD Mann bringt uns das Päckchen. Geöffnet aber vollständig. Wortlos überreicht er es und verschwindet.

Was lernen wir daraus? Doch lieber per DHL schicken lassen, die finden wenigstens das richtige Haus.

iPad oder nicht?

29. Mai 2010

Am 28.5 war es für uns rückständige Europäer endlich soweit. Steve Jobs Der Gott des Marketing hatte es so entschieden, und die Verkaufszahlen der neuen Welt ließen vermutlich auch keinen früheren Verkaufstermin zu. Wie es der Zufall so will waren Ela und ich am Freitag in London. In London gibt es einen “Apple Megastore”. Neugierig wie wir waren sind wir in der Regent Street gewesen, um zu schauen was vor besagtem Apple Store los war.

Erstaunlicherweise war auf den ersten Blick bei weitem nicht so ein großer Menschenauflauf wie wir dachten. Es gab eine “Queue” für alle die ein iPad kaufen wollten und es gab den “normalen” Eingang. Schätzungsweise 20 Security Helfer in gelben Sicherheitswesten Leibchen hielten problemlos die 40, vermutlich seit Stunden wartenden, iPad-Süchtigen in Schach. Die großzügige Absperrung und die Royal Metropolitan Police haben sicher auch geholfen.
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Ein wenig enttäuscht war ich in diesem Augeblick schon, hatte ich doch mindestens eine 200 Meter lange Schlange Macsüchtiger Menschen erwartet, die dem Wort Ihres Meisters Steve Jobs bedingungslos folgen wollten. Konnte es möglich sein das wir Europäer resistent gegen geschickt angelegte Marketingstrategien sind? In wirklich jeder Tubestation die ich gesehen hatte (und das waren viele) waren Dutzende meterhohe Plakate um die neue technische Spielerei Revolution anzupreisen.

Keine 20 Meter weiter in Richtung Picadilly Circus standen sie dann. Ich schätze die Schlange war 300 Meter lang. Offensichtlich war das Sicherheitskonzept klug durchdacht, man ließ einfach 40er Pulks vor den Tempel, der Rest war gut versteckt in der Seitenstraße.
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F1 für Ralph

29. Mai 2010

Ich bin mir nicht sicher ob ich es schonmal erwähnt habe, aber ich bin seit Jahren großer Fan der schnellen, im Kreis fahrenden Jungs. Ich hatte sogar schon das unverschämte Glück mich in Heinz Harald Frenzens Sauber Boliden zwängen zu dürfen und eine virtuelle Runde in Monza zu drehen.

Nun hatte ich vorgestern die Chance Lewis Hamiltons 2009er Boliden zu fotografieren. Eigentlich hängt der McLaren an der Decke des Natural Science Museums, aber aus augenfreundlichen Gründen dachte ich mir das es cleverer ist das Bild umzudrehen.

In der Regent Street gibt es zudem einen Ferrari Store und ich finde es gibt keine größere Chance sich leicht peinlich als Tourist zu outen. Also rein in den Laden, Michael Schumachers 2005er Boliden knipsen und den Laden verlassen. Diese beiden Bilder sind also für Ralph, Dirk, mit denen ich gerne immer wieder virtuelle Rennen fahre, für mich und alle anderen F1-Begeisterten! Apropos, Ende des Jahres wird es endlich eine neue F1 Simulation geben, ich freu mich drauf. McLaren2009Ferrari2005

Sushi für Anfänger

28. März 2010

Der beste Mann und Koch von allen hatte ja vor nicht allzu langer Zeit Geburtstag. Nun schenkt man ja auch gerne mal etwas außergewöhnliches und meine Mutter hat die fabelhafte Idee ihm einen Abend mit einem Sternekoch zu schenken, der mit ihm zusammen für Gäste kocht. Aber da er ja eh schon immer kochen muss fand ich das als Geschenk ein bisschen unfair und habe einen Kochkurs ausfindig gemacht von dem wir alle etwas haben werden! Wir sind große Sushi-Fans und auch andere Speisen der japanischen Küche sind durchaus sehr lecker (Mochis z.B.), was lag da näher als ein Sushi-Kochkurs. Mutti wollte auch mitkommen, also haben wir 3 Plätze bei Frau Morita reserviert die hier in Saarbrücken entsprechende Kurse anbietet.

Gestern abend war es dann soweit – gerüstet mit ein bisschen Hunger, viel Vorfreude und Neugier, waren wir um 18 Uhr am Ort des Geschehens. Frau Morita begrüßte uns alle (wir waren 10 Personen) und nach dem Getränkeausschank ging es an die erste Lektion – japanische Zutaten. Wakame-Algen für die Miso-Suppe, verschiedene Misopaste, Tofu, Trockenfisch und natürlich Sushi-Reis und Fisch, Ingwer, Eier & Gemüse fürs Sushi sollten uns durch den Abend begleiten. Die erste Lektion bestand im Würzen und Befächeln des Sushi-Reises, die zweite Lektion, in die Chris und ich dann schon involviert waren, im Zubereiten des Rühreis für das Sushi (eine wahre Kunstform!).

Danach haben wir ein bisschen etwas über japanische Messer gelernt und wie man den Fisch am besten aufschneidet und worauf man beim Fischkauf achten sollte. Dann durfte sich jeder 3-4 Stückchen Thunfisch und Lachs abschneiden. Meine Lachsscheiben war weder gleichmässig noch schön und ähneltem sehr einem Carpaccio, dafür gab es keine Verletzungen – mit dem Thunfisch liefs deutlich besser. Der Tintenfisch war schon vorbereitet, das Ei wurde dann auch aufgeschnitten und so waren die Zutaten für das Nigiri Sushi soweit fertig. Dann das Maki Sushi mit wahlweise Fisch oder aufgeschnittener Gurke bzw. Rettich. Hier trennte sich die Spreu vom Weizen bzw. Reis *g* Der erste Kontakt mit dem Klebreis war wahrhaftig nachhaltig – einmal an der Hand klebend half nur viel Wasser zur Entfernung. Als alle Röllchen mit mehr oder weniger Hilfe (meins wollte nicht so recht wie ich) fertig gerollt waren, ging es dann an die Endfertigung der Nigiris.

Jetzt wurde es richtig spaßig – die Technik sah einfacher aus als sie ist und wir hatten alle miteinander sehr viel Spaß. Am Schluß sahen alle Tellerchen sehr lecker aus und es ging an den Verzehr. Bei Tisch gab es noch eine Einführung in japanischer Etikette und ich habe mich durch zwei Sorten Sake durchprobiert. Nach dem Sushi noch ein Schälchen der zwischenzeitlich vorbereiteten Miso-Suppe, ein bisschen Geplauder über Japan, Essen, Kultur und schon war der Abend gegen 22 Uhr vorüber. Zum Abschied bekamen wir noch alle ein kleines Geschenk – ein Paar Ess-Stäbchen mit einer Hülle, auf die Frau Morita unsere Vornamen in japanisch aufschrieb. Natürlich gab es Rezepte und Kochanleitung auch noch dazu.

Am 17. April eröffnet Frau Morita dann auch ihr Ladengeschäft. Dort gibt es von Teeschälchen über Messer und Reisessig alles mögliche. Wie sich am Schluss herausgestellt hat kann sie sogar tiefgefrorene Mochi bestellen! Sicherlich werden wir sie besuchen (und ein bisschen shoppen) gehen und dann hoffentlich berichten das unser erstes selbstgemachtes Sushi daheim geschmeckt hat. Ein unvergesslicher Abend in jedem Fall – absolut empfehlenswert!!!

Nachts im Zoo!

11. März 2010

Kürzlich sprang mich im regionalen Gratis-Blättchen auf der ersten Seite eine klitzekleine Meldung an die eine Nachtführung durch diesen unseren städtischen Zoo in Saarbrücken anpries. 2 Stunden Dauer, Eintritt wie gewohnt, sachkundige Menschen die man während der Führung alles fragen darf was man schon immer wissen wollte – das erschien mir erstrebenswert.

Also nach der Schicht nach Hause, dick eingemummelt und zum Zoo geeiert! Binnen 15 Minuten Wartezeit, die mir in der Arschkälte wie 2 Stunden vorkamen, fanden sich gut 40-50 Personen zur Führung am Haupteingang ein. Angemessen erstaunt präsentierte sich der Herr, der uns einließ, mit der Bemerkung das soviele Menschen noch nie zur Nachtführung da gewesen wären. Gottlob war er in Begleitung einer äußerst charmanten Zoopädagogin, was eine Teilung der doch sehr großen Gruppe ermöglichte. Wir hatten Glück und waren in der kleineren Gruppe, außerdem blieb uns der “Bild”-Fotograf mit seiner etwas (sorry) seltsamen Begleitung erspart.

So wanderten wir in 2 Stunden mit unserer netten Zoopädagogin quer durch den Zoo, ertappten Jaguare beim Dösen, Seehunde beim Schlafen (sieht ultraunbequem aus), Schimpansen im Tiefschlaf (die uns die Weckung echt übel nahmen) und Stachelschweine beim Knabbern (noch nie so wach und nah gesehen). Die Schlangen waren im Dunkel wesentlich reger, während Trampeltiere, Lamas & Co. gemütlich am Schlafen waren. Auch die Mandrills und Paviane haben friedlich geschlafen bis die doofen Menschen ankamen. Dann gabs noch eine Schlangenstreichelstunde für alle Mutigen (hab mich getraut!) und eine ganz ungewohnte Geräuschkulisse im dunklen Reptilienhaus.

Fragen waren ausdrücklich erwünscht, es wurde alles geduldig erklärt, viel erzählt und so war es mal ein Zoobesuch der ganz anderen Art. Wir waren zwar reichlich durchgefroren am Schluss, dafür gabs aber dann daheim eine heiße Wärmflasche :-) Schön wars!